Eine Partnerschaft beginnt

Die Basis unseres „Ruanda-Projekts“
war der Wunsch, nach einem Dia-Vortrag des Journalisten Karsten Versick
die Primarschule in Ruli zu unterstützen.
Dafür sammelten wir 1995 fast eine Tonne unterschiedlicher
Hilfsgüter, die unser damaliger Außenminister Klaus
Kinkel in seinem Regierungsflugzeug mit nach Ruanda nahm.
Wir
hätten eine andere Art des Transports gar nicht bezahlen
können.
Während unseres ersten Besuches in Ruli im November des Jahres
wurden die Materialien im Rahmen eines tollen Festes
übergeben.
Wir lernten.
In den nächsten Jahren sammelten wir in Bad Oeynhausen Geld
und kauften in Ruanda Hefte, Stifte und auch Bücher für die Kinder in der Primarschule Ruli.

Wir bauen eine Schule in Ruanda

Als wir 1999 gefragt wurden, ob wir den unbedingt notwendigen Neubau der Primarschule finanzieren könnten,waren wir skeptisch.
„Das überschreitet unsere Möglichkeiten“,
dachten und sagten wir – zuerst.
„Nichts ist unmöglich, wenn viele mitmachen“, glaubten wir dann aber.
Und so kam es zu einer großen Gemeinschaftsaktion im Schulzentrum
Süd Bad Oeynhausen.
Mit dem Erlös der Tombola im Jahr 2000 konnten tatsächlich die ersten zwei Häuser der neuen Primarschule mit sechs Klassen gebaut werden.
Der Partnerschaftslauf im Juni 2002 wurde zu einem großen Erlebnis für die Schülerinnen und Schüler in unserem Schulzentrum.
Arne Friedrich, wenige Wochen später erster Fußballnationalspieler aus Bad Oeynhausen, und kenianische Profis liefen gemeinsam mit ihnen für den Schulneubau in Ruanda.

Abgeschlossen wurde das Event mit einer
fantastischen Trommelshow des Nationalballetts aus Ruanda.
Wir konnten die nächsten sechs Klassen erstellen.
Und Arne stieg ein in unser Projekt.
Auf unseren großen Einsatz für die Freunde in Ruli wurden auch Verantwortliche für die Partnerschaft des Bundeslandes Rheinland-Pfalz mit Ruanda aufmerksam.
Rheinland-Pfalz übernahm die Kosten für die restlichen sechs Klassenräume und das Toilettengebäude.
In Ruli fand ein großes Fest statt, als die neue Primarschule während unseres Besuchs 2003 eingeweiht wurde.

Wasser

Seitdem unterstützten wir unsere Partnerschule weiterhin mit Heften, Stiften und Büchern.
Aber:
Durch den in Ruanda auch spürbaren Klimawandel und den Bau einer großen Kaffeewaschanlage gibt es in Ruli seit einigen Jahren häufig Probleme mit der Wasserversorgung.
Deshalb kauften wir 2007 fünf Kunststoff-Zisternen, in denen Wasser für die Schule gespeichert werden kann.
Damit beugen wir auch der Erosion vor, die entsteht, wenn während der Regenzeit große Wassermengen von den Dächern der Schule im ca. 1900 m hoch gelegenen Ruli den Hang hinablaufen.

 

Fenster für Ruli

In der Regenzeit ist es oft sehr dunkel in der Primarschule. Denn dann müssen die Schüler die hölzernen Fensterläden schließen. Und elektrisches Licht gibt es (noch?) nicht.

Die Gruppe des IKG, die  im Oktober 2007 Ruli besuchte, beschloss, diesen Zustand zu ändern.

Für umgerechnet 75 Euro kann ein Glasfenster eingebaut werden. 52 werden benötigt.

Seitdem läuft die Aktion „Ein Fenster für Ruli“  mit einer tollen Präsentation im Gymnasium sehr erfolgreich.

Dank ihrer Initiative „Ein Fenster für Ruli“ gelang ihnen das auch. Es konnten 52 Glasfenster mit Stahlrahme eingebaut werden, durch die das Lernen jetzt viel angenehmer ist.

Schulmaterialien

Fortlaufend unterstützen wir die Primarschule in jedem Jahr mit Lehr- und Lernmitteln. Für die Verwaltung haben wir einen Laptop angeschafft.

 2017

Die Primarschule kann einen neuen Volleyball-/Basketballplatz einweihen, finanziert durch den Einsatz von Schülern aus Bad Oeynhausen und Porta Westfalica. Wegen der Klimabedingungen in Ruanda muss der Sportplatz betoniert sein. In der Regenzeit versinken die Spieler sonst im Schlamm, in der Trockenzeit staubt es fürchterlich. Jetzt kann in beiden Klimazeiten vernünftig Sport betrieben werden.

 

Die Dächer der Schulgebäude werden entrostet und neu gestrichen in typischen Blau – dafür stellen wir 2000€ zur Verfügung.